Zukunft Zuckerrübe
Zuckerrübenanbau

Der Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer vertritt die Interessen von ca. 2.200 Zuckerrübenanbauern in Rheinland-Pfalz und Südhessen.

Seit Mitte der neunziger Jahre hat sich die Zahl der Anbauer im Verbandsgebiet nahezu halbiert; die Zuckerrübenanbaufläche hat sich dagegen kaum verändert. Gleichzeitig sind die Erträge gestiegen. Dies zeigt eine Konzentration der Flächen auf immer weniger, leistungsstarke Betriebe. Hatte ein hessisch-pfälzischer Anbauer Mitte der neunziger Jahre nur etwa 5,5 ha Rübenanbau in seinem Betrieb, so baut er mittlerweile im Verbandsdurchschnitt knapp 10 ha an.

 

Gut zu wissen!

 

Gut zu wissen: Zuckererzeugung in Rheinland-Pfalz und Südhessen - ein wichtiger Wirtschaftsfaktor!

 

Die Produktion von Zucker aus Rüben ist im Gebiet des hessisch-pfälzischen Verbandes ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Vom Rübenanbau profitieren nicht nur die Mitarbeiter in der Zuckerfabrik und die Rübenanbauer, sondern auch das regionale Umfeld, denn viele Aufträge und Dienstleistungen gehen an Unternehmen in der Region. Alleine durch die Zuckerfabrik Offstein werden eine Bruttowertschöpfung von 280 Mio. € und 5.250 Arbeitsplätze in der und für die Region generiert. An jedem direkten Mitarbeiter des Werkes Offstein hängen weitere 12 indirekte und induzierte Mitarbeiter in der Region. 

 

 

Gut zu wissen: Der Weltmarkt ist kein Maßstab!

 

Rund zwei Drittel des weltweit erzeugten Zuckers werden direkt in den Erzeugerländern verbraucht; nur ein Drittel des Zuckers wird auf dem sogenannten Weltmarkt gehandelt. Der Weltmarkt ist daher in erster Linie als "Restmarkt" zu sehen, dessen Preisniveau weitgehend durch den Export überschüssiger Mengen definiert wird und somit in keiner Weise realistische Marktbedingungen widerspiegelt. Der Weltmarktpreis ist extrem verzerrt, weil jedes Land seine eigenen Spielregeln hat. Effizienz ist längst nicht alleine ausschlaggebend, sondern staatliche Regulierungen und Wechselkurse sind zunehmend dominante Wettbewerbsfaktoren. Dies spielt v.a. Brasilien in die Karten, das 41,5 % der Zuckerexporte stellt und damit den kompletten Weltmarktpreis entscheidet.

 

Die Binnenmarktpreise für die heimische Produktion liegen weltweit deutlich über den Weltmarktpreisen für Zucker. Denn: Alle großen Zuckerproduzenten regeln ihre Märkte. Außerhalb der EU wird die Zuckerwirtschaft teilweise durch milliardenschwere Regierungsprogramme und neue Handeslbarrieren - wie z.B. in Brasilien, Indien oder Thailand - gestützt!

 

 

Der Weltmarktpreis für Zucker ist einer der am stärksten schwankenden Notierungen für Rohstoffe allgemein und für Agrarprodukte im Speziellen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass hier vor allem Schwachwährungsländer tätig sind. Ihre Währungsabwertungen üben Druck auf den Weltmarktpreis aus. Je schwächer die Währung, desto niedriger werden die Prodktionskosten in US-Dollar, und desto lukrativer ist der Export. Darüber hinaus sind die großen Zucker produzierenden und exportierenden Länder aufgrund der Produktionsstätten, die entweder auf der südlichen Erdhalbkugel oder in der tropischen Zone liegen, anfälliger für Produktionsschwankungen infolge von Wettereinflüssen und Wassermangel.

 

 

Gut zu wissen: Die Zuckerwirtschaft arbeitet unter besonderen Bedingungen!

 

Unsere Rüben kommen aus der Region (im Umkreis von durchschnittlich 50 km um die Fabrik herum) und sind nur begrenzt lagerfähig.

 

Aufgrund hoher Transportintensität (1 kg Zucker = 7 kg Rüben) sind wir vom regionalen Rübenanbau abhängig.

 

Unser Rübenanbau benötigt einen Vorlauf vor dem Zuckerverkauf von bis zu 2,5 Jahren. - Heute so, morgen so, das geht bei uns daher nicht!

 

Unsere kapitalintensiven Fabriken laufen nur 4 Monate im Jahr. In dieser Zeit wird Zucker für 12 Monate produziert.

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Gut zu wissen!

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier finden Sie interessante Zahlen und Fakten rund um Rübe und Zucker.

 

 


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