Zukunft Zuckerrübe

Zuckerrübenkampagne startet - Unterdurchschnittliche Erträge erwartet


07.10.2013


Ab dem 4. Oktober rauchen wieder die Schornsteine in der Zuckerfabrik Offstein, wenn mit der Verarbeitung der Zuckerrüben begonnen wird. Bereits am 2. Oktober werden in geringerem Umfang Rübenmengen angeliefert.


Der Verband der Hessisch-Pfälzischen Zuckerrübenanbauer e.V. rechnet in diesem Jahr mit einer geringeren Erntemenge. Zum einen wurde die Anbaufläche gegenüber dem - sehr ertragreichen - Vorjahr um ca. 10 % reduziert, und gleichzeitig sind die Hektarerträge deutlich niedriger.


Das nass-kalte Frühjahr stellte die Anbauer bereits vor erste Herausforderungen. Die Aussaat konnte vielfach erst verspätet erfolgen. Regional wurden dann ggf. auch noch einmal Frost und/oder Hochwasser zum Problem. Geringere Bestandesdichten waren die Folge, und die Witterung erwies sich auch im weiteren Vegetationsverlauf als problematisch: Auch wenn das Anbaujahr 2013 bisher in der Summe etwa durchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnet, so war deren Verteilung für die Rübe ungünstig. Auf das nass-kalte Frühjahr folgte ein trocken-heißer Sommer, der das Rübenwachstum nahezu zum Stillstand brachte. Die Blätter lagen durch Hitze und Wassermangel schlaff am Boden – zu Ertrags- oder Zuckerbildung war die Rübe in diesem Zustand nicht in der Lage.


Entsprechend verhalten fallen die Ertragsschätzungen in diesem Jahr aus. Nachdem in den letzten 4 Jahren jeweils Erträge um 70 t/ha erzielt werden konnten, wird aktuell mit einem Hektarertrag von 62 Tonnen kalkuliert. Allerdings konnten die Zuckerrüben dank der Niederschläge der letzten Septembertage jüngst noch einmal sehr gute Zuwächse verbuchen. Dies ist auch der sehr guten Blattgesundheit geschuldet, durch die sich die Bestände in diesem Jahr auszeichnen. Der Befallsdruck mit Blattkrankheiten war bisher gering, und die sattgrünen Rübenbestände konnten so das Wasserangebot voll nutzen. Bleibt das Wetter weiterhin günstig, kann die Rübe auch im Oktober noch wachsen und den Anbauern möglicherweise doch noch etwas höhere Erträge bescheren. Der Zuckergehalt wird dabei aber sicherlich unterdurchschnittlich bleiben. Auch die Winzer sehen derzeit an ihren Oechslegraden, dass sich das Jahr 2013 nicht als ausgeprägtes Zuckerjahr präsentiert.


Nach der derzeitigen Kalkulation wird die Kampagne in Offstein kurz vor Weihnachten beendet.


Für viele Anbauer wird es in diesem Jahr eng mit der Quotenerfüllung, und da auch andere große EU-Zuckerproduzenten eine schwächere Ernte erwarten, ist EU-Quotenzucker generell knapp. Für die Verbraucher sorgt die bisher noch gültige Marktordnung jedoch für stabile Preise.








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